Bei vielen Menschen löst das Lesen von Bewerbungsratgebern und -webseiten vor allem zwei Gefühle aus: Angst und Verunsicherung. Es wird Druck erzeugt, die „eine richtige Lösung“ zu finden und bestimmten Ansprüchen zu genügen. Die meisten Menschen fühlen sich hierdurch schlichtweg überfordert. Es scheint, als ob viele Bewerbungsratgeber die Zweifel, Unsicherheiten und Ängste der Ratsuchenden noch verstärken, anstatt neutral zu informieren.
Der Mythos von der „perfekten Bewerbung“
Eine wichtige Rolle dabei spielt die dort gewählte Sprache, die meist sehr plakativ ist. So ist häufig die Rede von der „perfekten Bewerbung“, dem „richtigen Lebenslauf“ und von „Chancenkillern“. Dadurch entsteht der Eindruck, es gebe nur einen richtigen Weg, sich zu bewerben, und ganz viele falsche. Und diesen einen richtigen, perfekten Weg gelte es nun zu finden.
Gerade auf Menschen, die schon längere Zeit ohne Arbeit sind, wirken derartige Texte mitunter besonders deprimierend. Die Betroffenen sind durch ihre Situation meist ohnehin niedergeschlagen und bekommen nun zusätzlich das Gefühl vermittelt, etwas falsch zu machen oder sich nicht genug anzustrengen. Doch auch Berufseinsteiger und sozial ängstliche Menschen werden durch solche Texte häufig irritiert und verunsichert. Womöglich beschleicht sie das Gefühl, sich auf einem Minenfeld zu bewegen, auf dem man viel falsch und kaum etwas richtig machen kann.
Angst und Verunsicherung sind schlechte Ratgeber
Der verzweifelte Versuch, „alles richtig zu machen“, führt dann oftmals dazu, dass Bewerber sich zu sehr anpassen. Aus Angst, anzuecken oder negativ aufzufallen, gehen sie den vermeintlich sicheren Weg und verstecken sich in ihrer Bewerbung hinter Floskeln. Leider verbergen sie damit auch ihr wertvollstes Gut: ihre Persönlichkeit und ihr ganz individuelles Profil von Fähigkeiten, Wissen und Begabungen. Sie werden als Person nicht greifbar – und ihre Bewerbung landet nicht selten im Papierkorb.
Die gute Nachricht
Die perfekte Bewerbung gibt es nicht – genauso wenig, wie es perfekte Menschen gibt. Und auch die Menschen, die Ihre Bewerbung lesen, sind zum Glück nicht perfekt, sondern haben Ihre Stärken und Schwächen.
Worum geht es also?
Es geht darum, dass Sie sich mit Ihrer Persönlichkeit und Ihren Fähigkeiten so zeigen, dass ein anderer, der Sie noch nicht kennt, sich ein möglichst treffendes Bild davon machen kann, wer Sie sind und was Sie können.
Und dabei möchte ich Ihnen helfen.